Wolfsburg Unlimited
A City as World Laboratory
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Whether in real life or in art—the most important thing is that changes start with ourselves, on our own doorsteps, in our immediate surroundings. For this reason the first large exhibition to be put on by Director Dr. Ralf Beil named “Wolfsburg Unlimited” will address the location of Wolfsburg. The title very deliberately connects entrepreneurial and creative energy, the positioning and the dissolution of boundaries.
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Press Comments
Eine Lehre bleibt – Geschichte hat kein Verfallsdatum
Thomas Kruse, Wolfsburger Nachrichten, 04.11.2016
Die erfrischende Ausstellung „Wolfsburg Unlimited” hat das Geschichtsverständnis manch Wolfsburgers irritiert, wenn nicht erschüttert.
„Viel […] Dystopie schwingt im zentralen Werk der Schau, einer Großinstallation von Julian Rosefeldt, der gekonnt alle Register der ästhetischen Überwältigung zieht. […] Ringsherum hat der Kurator Beil eine inspirierte, stellenweise detailversessene Ausstellung gebaut, die geschickt zwischen Dokumentation (etwa die Geschichte des ersten VW-Patriarchen Heinrich Nordhoff) und Stadt-Fiktion (zum Beispiel John Bocks Dada-Film-Raum-Installation zu Hans Scharouns Wolfsburger Theater) pendelt. Das hier entworfene Wolfsburg-Bild hat Beulen und Schrammen – aber glänzen tut es irgendwie auch.“
Kito Nedo, art Magazin, 01.07.2016
„Kunstmuseum Wolfsburg, am Ende der Fußgängerzone. Moderne, Gegenwartskunst, Andy Warhol, Anselm Kiefer, Neo Rauch; eine Sensation für eine Mittelstadt mit gerade mal 123.000 Einwohnern. Ralf Beil, der neue Direktor, hat hier zu Beginn seiner Amtszeit eine fulminante Ausstellung zusammengestellt. “Wolfsburg Unlimited” erzählt die Geschichte der Stadt, die natürlich die Geschichte des Volkswagenkonzerns ist. Und Beil bricht mit der Wolfsburger Tradition des Schönredens, des Verschweigens, auch des Vertuschens von Problemen.“
Nikolaus Doll, Welt am Sonntag, 26.06.2016
„Mehr als nur VW: „Wolfsburg Unlimited“ geht der Geschichte der Autostadt auf den Grund.“
Patrick Weil, arte Journal, 24.05.2016
„In der ehemaligen Stadt des KdF-Wagens wird dem Käfer-Konstrukteur Ferdinand Porsche eine nahezu hymnische und vor allem weitgehend unkritische Bewunderung zuteil. […] Dem neuen Kunstmuseum-Chef Ralf Beil ist es zu verdanken, dass im Rahmen der Ausstellung auch kritische Beiträge zu den Wolfsburger Säulenheiligen Porsche und Heinrich Nordhoff Eingang in die Diskussion finden konnten.“
Thomas Kruse, Wolfsburger Nachrichten, 25.05.2016
„Beils Künstler beleuchten manch dunkle Seite der Wolfsburger Geschichte und sie reflektieren das Modell Wolfsburg, ja machen es manchmal erst kenntlich: So die Rolle des Autos für die wirtschaftliche Prosperität in Deutschland und den kulturellen Überbau, den man sich damit leisten kann. […] schließlich ist auch das Kunstmuseum selbst mittelbar das Ergebnis des durch VW erwirtschafteten Wohlstands. Unter den gegebenen Umständen funktioniert dieses private Modell besser als manch derzeit finanziell kurzgehaltenes, öffentliches Museum. Das zeigt aktuell auch die anspruchsvolle, aufwendige und opulente Ausstellung zu Wolfsburg.“
Ronald Berg, Kunstforum International, 20.05.2016
„Was für eine Ausstellung! 4500 Quadratmeter „Weltlabor“, wie es Museumsdirektor Ralf Beil nennt. Ein echter Coup in diesen Zeiten – als hätte er alles vorausgeahnt. […] Gibt es Wolfsburg in zwanzig Jahren noch? […] Wenn nein: Dann sollte man wenigstens diese Ausstellung retten, die so viele Geschichten erzählt. Die, und das ist anders, als es sonst hier immer war, die negativen Kapitel der großen, bunten Wolfsburg-Story nicht ausblendet. […]. Ralf Beil […] zeigt Wolfsburg, wie es wirklich ist, war, vielleicht auch erst noch werden soll. Hässlich, großartig, voller Konflikte, liebenswert, erfolgreich, desillusioniert, skandalös, großartig.“
Ulrich Exner, Die Welt, 02.05.2016
„Maikäfer“ sollte er heißen und modern sollte er sein: 1931 erfand Josef Ganz den ersten Volkswagen […]. Der Schweizer Künstler Rémy Markowitsch hat sich mit der Geschichte von Ganz und VW beschäftigt – als Beitrag zu einer großartigen Ausstellung, die dem Mythos VW und seiner Werksstadt auf den Grund geht.“
Silke Müller, STERN, 28.04.2016
„…eine Ausstellung, die die Kultur‑, Kunst- und Sittengeschichte der VW-Stadt seziert, vom Einbaum, mit dem die Vorfahren der Wolfsburger vor 3000 Jahren das Urstromtal der Aller befuhren, bis zum Bekennervideo von Martin Winterkorn aus dem September 2015, in dem der damalige VW-Chef schweißgebadet zugibt, Millionen Kunden betrogen zu haben.“
Christof Siemes, Die Zeit, 28.04.2016
„Der neue Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg, Ralf Beil, hat eine Ausstellung inszeniert, die viele Besucher sprachlos machen wird. Ein geradezu ausufernder Mix aus Kunstwerken, Dokumenten, Fotografien, Architekturmodellen, Werbekampagnen und Filmen – rund um die Stadt Wolfsburg und den von ihr dominierten Konzern. […] Die Ausstellung zeigt mit großartigen und oft beklemmenden Dokumenten, wie sich Wolfsburg von der Modellstadt des Nationalsozialismus zur Musterstadt des Wirtschaftswunders entwickelte, zur Metropole der zumeist italienischen Gastarbeiter, zum Testfeld der Bewältigung von Globalisierungskrisen.“
Rudolf Schmitz, Deutschlandradio Kultur, 21.04.2016
„Wolfsburg Unlimited“ funktioniert auf zwei Ebenen. Den funkelnden künstlerischen Assoziationen und der chronologischen Darstellung, die mitunter genauso bizarre Blüten treibt.“
Simone Reber, SWR2, 21.04.2016
„Julian Rosefeldts neueste Inszenierung präsentiert sich nicht länger als reine Projektion, sie bekommt ihr eigenes Setting […,]. Mit echten Autos, echtem Popcorn, echten Betonplatten, zwischen denen kümmerliche Gräser sprießen. In dem hochartifiziellen Schurkenstück des Berliner Videokünstlers mit dem bezeichnenden Titel „The Swap“ geht es um Autos, Geld und taktische Manöver, gespielt mit der Inbrunst des amerikanischen Kinos. Midwest”, so der Titel des Ensembles, beschreibt mit allegorischen Mitteln ziemlich genau, was gerade in Wolfsburg geschieht in dem großen Abgasskandal. Die überwältigende Installation bildet den Mittelpunkt der Großausstellung „Wolfsburg Unlimited“…
Nicola Kuhn, Der Tagesspiegel, 27.04.2016
„Wie lässt sich eine Stadt ausstellen? Wie lassen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer Stadtgeschichte vereint darstellen? Das, was auf den ersten Blick nahezu unmöglich erscheinen mag, realisiert Ralf Beil, seit 2015 Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg. Im Rahmen von „Wolfsburg Unlimited. Eine Stadt als Weltlabor“ werden erstmals ausnahmslos alle Räumlichkeiten des Museums bespielt. […] „Wolfsburg Unlimited“ entgrenzt und erzählt die Geschichte Wolfsburgs neu…“
Shantala Sina Branca, www.art-in.de, 27.04.2016
„Diese Stadt, so legt die Ausstellung nahe, ist beides. Einzigartig und exemplarisch.“
Verena Lueken, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.2016
„Dass diese Stadt buchstäblich auf Gedeih und Verderb mit dem Volkswagen-Konzern und seiner NS-Geschichte verbunden ist, wird zu einem überraschenden Quell zahlreicher künstlerischer und kuratorischer Inspirationen. […] Themenräume von Rémy Markowitsch oder Janet Cardiff und George Bures Miller sowie Erweiterungen in den Stadtraum machen diese Ausstellung zu einem furiosen Neubeginn in der Geschichte des Kunstmuseums…“
Carsten Probst, Deutschlandfunk, 25.04.2016
„Wenn man die Ausstellung verlässt, sieht man Wolfsburg mit anderen Augen. Es scheint so, als wäre die ganze Stadt ein Museum, als wäre jede Siedlung, jedes Gebäude, das hier in den 78 Jahren seit der Stadtgründung entstanden ist, ein Exponat darin.“
Ulrike Knöfel, Der Spiegel, 23.04.2016
„Wolfsburg Unlimited“ sprengt die Grenzen der gesicherten Fakten, setzt den Sorgen um die Zukunft von Werk und Stadt Visionen entgegen. Eine maritime Stadt lässt Beil im Museumsfoyer entstehen. Großformatige Fotografien zeigen, wie die „Sommerschwäne“ der Autostadt mit ihren Gästen zum Kunstmuseum, vorbei an Phaeno und Rathaus schwimmen.“
Hans Karweik, Wolfsburger Nachrichten, 22.04.2016